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Unser Ziel ist klar: Wir wollen den Bedürfnissen der Patienten in einer schwierigen Lebensphase bestmöglich entsprechen. Denn die Kranken haben meistens mehrere Krankenhausaufenthalte und vielfältige belastende Behandlungen hinter sich gebracht. Sie können von ihrer schweren Krankheit nicht mehr befreit werden, sind unheilbar krank und leiden an unterschiedlichsten körperlichen Beschwerden. Die genaue Erfassung und Beschreibung der vom Patienten wahrgenommenen Symptome und Funktionsstörungen ist die Grundvoraussetzung dafür, ihm gerecht zu werden. Erst dann können gemeinsam die Behandlungsziele festgelegt werden. Die Wünsche und Bedürfnisse des Patienten bestimmen unmittelbar die Vorgehensweise und Behandlungsziele. Das kann bedeuten, dass auf ansonsten übliche Untersuchungen und Behandlungen ggf. verzichtet wird. Diese Therapieziele werden in kurzen Abständen immer wieder im Behandlungsteam besprochen und an die aktuelle Entwicklung angepasst.

Therapieziele können sein: Die Beseitigung starker Schmerzen, die Linderung von Luftnot oder die professionelle Wundversorgung. Auch die Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit und des Appetits, aber ebenso die psychosoziale Betreuung sind wichtige Anliegen. Die Patienten möchten in ihrer letzten Lebensphase am liebsten zu Hause sein. Hierfür müssen oft erst die Voraussetzungen geschaffen werden. Die Versorgung mit Hilfsmitteln und die Pflegeeinstufung finden daher bereits vor der Entlassung statt. In dieser Zeit werden der Patient sowie seine Angehörigen dabei unterstützt, eine Vorsorgevollmacht zu erstellen. Dies gibt Rechtssicherheit bei zukünftigen Behandlungsentscheidungen. Viele positive Reaktionen bestärken uns in unserer Vorgehensweise. Die positiven Rückmeldungen der Patienten und Angehörigen ergeben sich aus vielfältigen Briefen und nicht zuletzt durch die große Resonanz auf den jährlichen Trauernachmittag.