15.12.2010

Bad Lippspringer Akut-Krankenhaus engagiert sich für Schmerzpatienten

Die Karl-Hansen-Klinik des Medizinischen Zentrums für Gesundheit (MZG) in Bad Lippspringe soll ein schmerzfreies Krankenhaus werden. Dieses mittelfristige Ziel hat jetzt Dr. Theodor Schaten, Chefarzt der Anästhesie, formuliert.
Ein erster Schritt ist die Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie und die damit einher gehende Gründung des Regionalen Schmerzzentrums Bad Lippspringe, dessen Leiter Dr. Theodor Schaten ist. „Uns zeichnet die hervorragend funktionierende interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen anderen Kliniken des MZG aus”, sagt Schaten. „Im Laufe der vergangenen Jahre haben wir unsere Fachkompetenz enorm ausgebaut.” In die Schmerzambulanz der Karl-Hansen-Klinik kommen Patienten mit chronischen Schmerzen, deren Grunderkrankung schon lange zurück liegt oder nicht heilbar ist. Dazu zählen chronische Rücken- oder Kopfschmerzen, Schmerzen nach Gürtelrose, mehrfacher Bandscheiben-Operation, Bestrahlung oder bei Tumorerkrankungen.
Oft können die Patienten ambulant behandelt werden, aber auch eine stationäre Aufnahme ist jederzeit möglich.
Dr. Schaten macht deutlich, dass bei den meisten Patienten eine einzige Behandlungsart nicht ausreicht: „Wir kombinieren je nach Fall mehrere Therapie-Arten, wie die Gabe von Medikamenten, Schmerzpflaster, rückenmarksnahe Injektionen, aber auch Krankengymnastik, psychologische Betreuung, Akupunktur und Hypnose.”
Dass die Betroffenen alle Therapien unter dem Dach des MZG bekommen können, bezeichnet Schaten als „großartigen Service für unsere Patienten”. In der Karl-Hansen-Klinik kann der Schmerztherapeut Anästhesisten, Orthopäden, Physiotherapeuten, Palliativmediziner, Internisten und Psychologen hinzuziehen. Einmal im Monat treffen sich alle Beteiligten zur Schmerzkonferenz und sichern damit den interdisziplinären Austausch.
Darüber hinaus widmet sich Dr. Schaten in besonderer Weise alten und demenzkranken Patienten, die ihre Schmerzen nicht mehr äußern können. Hier ist eine intensive und besondere Zuwendung notwendig.
Anmeldung in der Schmerzambulanz: Tel. 05252/95-4310.

Schmerzfrei in der Karl-Hansen-Klinik

Dr. Theodor Schaten zeigt, wo eine rückenmarksnahe Injektion ansetzen kann.
Foto: Heiko Appelbaum