12.05.2011

Bad Lippspringer HNO-Chefarzt erforscht die Ursprünge der Kehlkopfchirurgie

Zur Zeit seines Wirkens war der in Berlin tätige Mediziner Themistocles Gluck bei vielen seiner Kollegen umstritten. Rückwirkend zollen ihm heute viele Ärzte Respekt. Prof. Dr. Benedikt-J. Folz, Chefarzt der HNO-Klinik der Bad Lippspringer Karl-Hansen-Klinik hat jetzt mit einem international besetzten Gremium einen Fachbeitrag verfasst, in dem die Leistungen von Gluck gewürdigt werden. Der 1853 in Rumänien geborene Arzt hatte die Laryngektomie, eine Operation, bei der der menschliche Kehlkopf entfernt wird, derart verbessert, dass hierdurch eine Heilung von Kehlkopfkrebs erst möglich wurde. Glucks Modifikationen der Operation, die zuerst von Theodor Billroth in Wien durchgeführt worden war, trugen entscheidend zur weltweiten Akzeptanz der Operation bei, der bis heute mehrere hunderttausend Patienten eine Heilung von ihren Krebsleiden zu verdanken haben.
Der Fachbeitrag ist jetzt im European Archives of Otorhinolaryngology zunächst online erschienen.

Bad Lippspringer HNO-Chefarzt erforscht die Ursprünge der Kehlkopfchirurgie

Prof. Dr. Benedikt-J. Folz hat wieder an einer internationalen Veröffentlichung mitgewirkt.
Foto: MZG-Archiv