10.02.2011

HNO-Klinik Bad Lippspringe für Mitbetreuung in der ambulanten Versorgung gerüstet

Die Neustrukturierung des kassenärztlichen Notdienstes hat auch Auswirkungen auf die Hals-Nasen-Ohren Klinik der Karl-Hansen-Klinik des Medizinischen Zentrums für Gesundheit (MZG) in Bad Lippspringe.
HNO-Ärzte sind zwar zunächst eigentlich von der Reform ausgenommen. Dennoch werden niedergelassene HNO-Ärzte auch durch ihre Kollegen in der Karl-Hansen-Klinik entlastet.
„Zwischen 22 und 8 Uhr sind die HNO-Kliniken Ansprechpartner für Notfallpatienten auch aus dem ambulanten Bereich”, sagt Prof. Dr. Benedikt J. Folz, Chefarzt der HNO-Klinik der Karl-Hansen-Klinik in Bad Lippspringe. Wenn ein Notfallpatient aus den Bereichen Paderborn und Höxter mit Beschwerden im HNO-Bereich die Notfallnummer 0180-5044100 wählt, werden die Patienten von dem Callcenter in Duisburg nach Bad Lippspringe verwiesen. Das Einzugsgebiet der HNO-Klinik des MZG umfasst das Hochstift Paderborn und einige angrenzende Regionen.
Der HNO-Arzt entscheidet dann im Telefonat mit dem Patienten, ob eine sofortige Vorstellung in der Klinik erforderlich ist.
Dieses System der Ferndiagnose hat sich bereits seit vielen Jahren in der Seefahrt bewährt. Vor allem große Frachtschiffe haben keinen eigenen Arzt an Bord. Wenn auf hoher See ein medizinischer Notfall eintritt, wird per Funk ein Arzt auf dem Festland kontaktiert, der über weitere Maßnahmen entscheidet.

HNO-Klinik Bad Lippspringe für Mitbetreuung in der ambulanten Versorgung gerüstet

Prof. Dr. Benedikt J. Folz ist Chefarzt der HNO-Klinik der Karl-Hansen-Klinik in Bad Lippspringe.
Foto: MZG-Archiv