23.11.2011

Reha-Klinik schickt Patienten zur Schnitzeljagd in den Wald

Ärzte empfehlen vielen Reha-Patienten, sich frühzeitig in der freien Natur zu bewegen und damit zur eigenen Gesundung beizutragen.
Mit einem kreativen Angebot locken zwei Kliniken des Medizinischen Zentrums für Gesundheit (MZG) in Bad Lippspringe Patienten in den angrenzenden Kurwald.
Für die Allergie- und Asthma-Klinik und die Klinik Martinusquelle wurde eine GPS-unterstützte Schatzsuche entwickelt. Nach dem Vorbild des Geocaching, bei dem mit Hilfe eines Satellitenempfängers eine Schnitzeljagd unternommen wird, haben die Patienten die Möglichkeit, eine festgelegte Strecke zu wandern. Unterwegs gilt es, Denkaufgaben zu lösen.
Der benötigte GPS-Empfänger kann in der Klinik ausgeliehen werden. Damit können die Patienten auch reguläre Geocaches vor Ort suchen und finden.
„Ein Ziel des Geocaching ist es, Menschen zu motivieren, sich in der Natur zu bewegen,” sagt Heiko Appelbaum, Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation und Marketing des MZG. Er ist selbst seit 2002 Geocacher und hat das Angebot für die Reha-Patienten mit entwickelt. Heiko Appelbaum geht davon aus, dass es viel genutzt wird: „Geocaching wird bereits seit einigen Jahren in der Kinder- und Jugendbildung eingesetzt. Ein Ansatz ist es, Stubenhocker zur Bewegung in der Natur zu animieren. Hier gibt es eine direkte Parallele zu Reha-Patienten, die wir zur aktiven körperlichen Bewegung motivieren können.”

Reha-Klinik schickt Patienten zur Schnitzeljagd in den Wald

Heiko Appelbaum (links) und Hannah Sievers vom MZG wollen Reha-Patienten auf Schatzsuche schicken.
Foto: Claudia Reichstein