08.12.2011
Stadt erwirbt MZG-Genussrechte im Gesamtumfang von vier Millionen Euro
Mitte November hat Geschäftsführer Achim Schäfer seinen ambitionierten „Masterplan“ zur Sanierung des MZG vorgestellt. Und die Politik reagiert positiv: Die Stadt will in den kommenden zwei Jahren so genannte „Genussrechte“ im Gesamtumfang von vier Millionen Euro vom MZG erwerben. Für 2012 soll dafür nach einem einstimmigen Beschluss des Rates ein Betrag von drei Millionen Euro im Haushalt eingestellt werden, eine weitere Million Euro ist für das Folgejahr vorgesehen. Bei den „Genussrechten“ handelt es sich um eine in Deutschland besondere Anlageform, die dem Käufer exklusive Vermögenswerte wie eine gewinnabhängige Vergütung gewährt.
Bürgermeister Andreas Bee hat die Entscheidung des Rates in einer ersten Stellungnahme als „klaren Vertrauensbeweis“ in die MZG-Geschäftsführung gewertet. „Das deutliche Signal der Politik gibt dem Unternehmen zudem die notwendige Planungssicherheit“, so Bee weiter.
Schäfers Masterplan basiert im Wesentlichen auf einem Vier-Säulen-Modell. „Die besondere Stärke des MZG wird zukünftig die Sektoren übergreifende Behandlung der Patienten in spezialisierten Zentren sein«, macht der MZG-Geschäftsführer deutlich. Und er ist überzeugt: „Mit den vier Zentren für Pneumologie, Hals-Nasen-Ohren-Medizin, interdisziplinäre Altersmedizin und berufsorientierte Rehabilitation zielt die zukünftige Entwicklung des MZG auf vier klar umrissene Wachstumsbereiche«.
Unterstützt sieht sich Schäfer auch durch das Urteil verschiedener Fachexperten. Die renommierte Wirtschaftsberatungsgesellschaft BDO-AWT beispielsweise bewertet den Masterplan (Titel: „MZG – Zukunft gestalten“) als im Ergebnis sehr positiv und zukunftsträchtig.
Auch baulich wird sich in kurzer Zeit weiter einiges tun: Als nächstes auf dem Programm steht die Sanierung der Klinik Martinusquelle. Nach Ende der umfangreichen Baumaßnahme sollen hier die Indikationen Orthopädie, Psychosomatik und eine interdisziplinäre Rehabilitation alter Menschen beheimatet sein. Die Sanierung der Karl- Hansen-Klinik wird schrittweise ab dem Jahr 2013 erfolgen.
Achim Schäfer rechnet im Ergebnis aller Maßnahmen mit »Wachstum im gesamten Unternehmen«. Insbesondere die Bereiche der Intensiv- und Beatmungsmedizin, Schlafmedizin und der HNO-Medizin, so seine Einschätzung, werden deutlich gestärkt und zu Leuchtturmprojekten ausgebaut.

Bürgermeister Andreas Bee freut sich über den einstimmigen Ratsbeschluss.
Foto: Stadt Bad Lippspringe
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