06.01.2012
"Eine Milliarde MEHR!" für die Rehabilitation
Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V. (DEGEMED) hat jetzt eine Kampagne zur besseren Finanzierung der Rehabilitation gestartet. Das Medizinische Zentrum für Gesundheit (MZG) in Bad Lippspringe unterstützt die Aktion mit dem Titel "Eine Milliarde MEHR!"
Die vorhandenen Mittel für Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe reichen nach Angaben der DEGEMED nicht mehr aus. Daher fordert sie von Bundesregierung und Sozialpartnern eine bessere Finanzierung der Rehabilitation.
„Die geburtenstarken Jahrgänge sind in den kommenden Jahren zunehmend auf medizinische Reha-Leistungen angewiesen. Nach Ansicht aller Fachleute sind die vorhandenen Mittel aber viel zu niedrig angesetzt. Intelligente Sozialpolitik muss daher jetzt reagieren und gegensteuern”, sagt Hartmut Stern (Vorstand der DEGEMED).
Eine nur moderate Anhebung des bislang gedeckelten Reha-Budgets der Rentenversicherung, wie es im Rentendialog der Bundesregierung in den vergangenen Wochen diskutiert wurde, reiche erkennbar nicht aus.
Die DEGEMED fordert daher in ihrer Kampagne eine zusätzliche Milliarde Euro, um die Auswirkungen des demografischen Wandels und der Anhebung des Renteneintrittalters sofort spürbar zu mildern. Diese Summe kann problemlos aufgebracht werden, wenn die bereits ins Auge gefasste weitere Senkung des Beitrags zur Rentenversicherung im Jahr 2013 um 0,1 Prozent niedriger ausfällt.
Die DEGEMED hat zur Unterstützung ihrer Kampagne eine Homepage unter der Adresse www.eine-milliarde-mehr.de eingerichtet. Unterstützer der Kampagne können sich dort registrieren.

Das MZG Bad Lippspringe betreibt mehrere Reha-Kliniken. Dazu zählt auch die Klinik Martinusquelle.
Foto: Heiko Appelbaum
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