Therapiekonzept
Sucht hat viele Ursachen: An einer Suchterkrankung sind unterschiedliche Faktoren und Umstände beteiligt, die im sozialen Umfeld aber auch in der Person der Patientin und des Patienten selbst zu finden sind. Wir von der Klinik am Park wissen das und verstehen deshalb Therapie ganzheitlich:
- Tiefenpsychologisch fundiert (Aufdecken unbewusster innerer Konflikte und Erarbeitung alternativer Lösungsansätze)
- Ressourcenorientiert (Förderung bestehender Stärken)
- Problemorientiert (individuelle Probleme werden gezielt angegangen)
Sucht ist die Unfähigkeit, das Suchtmittel kontrolliert zu konsumieren, als Ausdruck von Grenzen- und Strukturdefiziten in der Persönlichkeit des Abhängigen. Der Verstehenszugang ist tiefenpsychologisch fundiert. Das gesamte therapeutische Angebot beinhaltet darüber hinaus verschiedene Schulen, welche sich ergänzen und im Einzelfall unterschiedliche Anwendung finden. So werden u. a. Verhaltenstherapie, systemische Therapie und psychoanalytisch-interaktionelle Therapie eingesetzt und im Einzelfall auch indikativ angewandt. Therapieziel ist die Fähigkeit zur zufriedenen Abstinenz.
Wesentliche Punkte unserer Behandlungsphilosophie auf einen Blick:
- Die Klinik am Park ist nicht ideologisch eingebunden. Wir gehen davon aus, dass die Patienten einen Wertehintergrund mitbringen, den wir soweit als möglich zu respektieren versuchen und dem wir Entfaltungsraum geben wollen. Darüber hinaus bestehen bei den einzelnen Patienten neben Defiziten z. B. in ihrer Entwicklung und in ihren aktuellen Persönlichkeitsausprägungen auch viele gesunde Anteile und Stärken, die wir besonders fördern wollen. Insofern arbeiten wir „ressourcenorientiert“.
- Wir sind Teil einer Kette. Wir verstehen unsere stationäre Therapie als ein Bindeglied in einer Behandlungskette, der je nach Patient und Struktur der anderen Elemente unterschiedliche Bedeutung für den einzelnen Patienten zukommen kann. Wesentlich für den Patienten sind in unseren Augen und in unserer Arbeit der Kontakt zu Entsende- und Weiterbetreuungsstellen und die Anbindung der Patienten an weiterführende Stellen sowohl professioneller Art (Suchtberatungs- und -behandlungsstellen „SBBS“ und/oder Nachsorgeeinrichtungen) als auch in Form von Selbsthilfegruppen (SHG).
- Erwerbstätigkeit ist das Ziel. Ein weiteres, sehr wichtiges Therapieziel ist die Wiedereingliederung ins Erwerbsleben oder die Verbesserung der Erwerbsfähigkeit. Denn die zufriedene Abstinenz ist sicher eine der Voraussetzungen für eine Verbesserung der Chancen am Arbeitsmarkt oder am Arbeitsplatz. Ein erfülltes und befriedigendes Arbeitsleben ist aber auch ein wichtiges Instrument zum Erhalt und zur Sicherung der Abstinenz. Bei Patienten mit Problemen am Arbeitsplatz halten wir deshalb deren Klärung möglichst schon aus der Therapie heraus für sinnvoll und unterstützen Kontakte und Gespräche mit Kollegen und Vorgesetzten. Hier bestehen die Möglichkeiten therapeutisch begleiteter Kontakte in der Klinik am Park
- Nachsorge stabilisiert. Das Erreichen einer zufriedenen Abstinenz hängt nicht zuletzt von einer guten und umfassenden Nachsorge ab. Deshalb halten wir schon während der Behandlung den Kontakt zu Entsende- und Weiterbetreuungsstellen für wesentlich. Diese Kontakte werden durch die Möglichkeit der Heimfahrten gestärkt und therapeutisch begleitet.
- Rückfälle sind nicht das Ende. Unsere Erfahrung zeigt, dass sich Rückfälle nicht immer vermeiden lassen. Der Rückfall ist Teil der Krankheit und damit ein wichtiges Thema in der Therapie. In Kooperation mit Patientinnen und Patienten sind die zentralen Therapieziele das Erkennen von Auslösern des Rückfalls und deren aktive Bewältigung.
Kurzkonzept der Klinik am Park zum Herunterladen: Hier klicken (ca. 1 MB)

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