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Als Investor des im vergangenen Jahr neu eröffneten Kindergartens des Medizinischen Zentrums für Gesundheit (MZG) Bad Lippspringe hat Klaus Hölscher sein Herz für Kinder bereits eindrücklich bewiesen. In diesem Jahr führt der Bad Lippspringer sein Engagement im „Kinderland“ weiter und unterstützt ein Projekt zur Sprachförderung. Ideengeberin war die Kinderland-Leiterin Eva-Marie Wenzel. In ihrem Kindergarten hat sie derzeit fünf Flüchtlingskinder aufgenommen. Eine große Herausforderung stellt der Kontakt zu den Eltern dar: „Fehlende Deutschkenntnisse sind im Alltag eine große Hürde“, sagt Wenzel. „Die Bereitschaft der Eltern, sich zu integrieren, ist groß, aber wenn wir ihnen erklären möchten, wie genau die Betreuung bei uns abläuft, stoßen wir oft an sprachliche Grenzen.“
Als Klaus Hölscher von diesem Dilemma erfuhr, schenkte er dem Kinderland einen 100-stündigen Sprachkurs für die Eltern der im MZG-Kindergarten betreuten Flüchtlingskinder. „Es ist eine Art verspätetes Weihnachtsgeschenk“, sagt Hölscher. „Mir ist die Unterstützung des Kinderlandes eine Herzensangelegenheit. Dort wird großartige Arbeit geleistet.“
Am Sprachkurs, der jetzt gestartet ist, nehmen zwölf Erwachsene aus unterschiedlichsten Ländern teil. Organisiert wird das Kursmodul von der Paderborner Sprachwerkstatt, mit der das MZG auch im Bereich der Sprachschulung für die fremdsprachigen Ärzte zusammenarbeitet.
Zu den Teilnehmern gehört ein Elternpaar, das sein Kind im Familienzentrum Evangelischer Kindergarten Bad Lippspringe betreut weiß. „Wir arbeiten gerne mit den anderen Kindergärten im Stadtgebiet zusammen und das gilt insbesondere bei diesem gesamtgesellschaftlich so wichtigen Thema wie der Flüchtlingsförderung“, sagt Eva-Marie Wenzel.
Über die großzügige Spende von Klaus Hölscher freut sich auch Michael Ennenbach. Der MZG-Kfm.-Direktor ist seitens der Geschäftsführung für das Kinderland verantwortlich. „Herr Hölscher zeigt durch sein außerordentliches Engagement eine große Verbundenheit mit unserem Kindergarten. Das ist für uns ein großes Glück und wir würden uns freuen, dieses Zusammenwirken weiter fortzuführen.“ So hat Ennenbach auch keinen Augenblick gezögert, als das MZG um eine Spende in Form von Lehrbüchern gebeten wurde.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Sprachkurs sind in jedem Fall dankbar und hoch motiviert. So formulierte ein Lernender seinen Dank im Rahmen eines Informationsbesuches mit einer Rede in deutscher Sprache und sorgte bei den Gästen für Staunen. „Motivation ist ein starker Motor und so gelingt es unseren erfahrenen Lehrerinnen schnell, einen Basiswortschatz zu vermitteln“, sagte Ulrich Piepenbreier von der Sprachwerkstatt.
Eva-Marie Wenzel sieht die Sprachförderung für die Eltern als Vorzeigeprojekt: „Wir vermitteln den Kindern im Kindergarten-Alltag erste Sprachkenntnisse und unterstützen zusätzlich die Eltern. Da Sprache als Schlüssel zur Kultur gilt, sind wir im übertragenen Sinne die Türöffner für das Ankommen in unserer vielschichtigen Gesellschaft.“

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Hinten v. l.: Ulrich Piepenbreier, Klaus Hölscher, die Lehrerin Hildegard Möller-Nickel, Michael Ennenbach, Eva-Marie Wenzel und Kerstin Rohdenburg (Familienzentrum Evangelischer Kindergarten Bad Lippspringe) freuen sich über die Lernerfolge der Sprachkurs-Teilnehmer.

Foto: Heiko Appelbaum

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