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Lungenvolumen-Reduktion

Lungenemphysem und Chirurgische Lungenvolumen-Reduktion

In Bad Lippspringe im Kreis Paderborn kümmert sich ein Team von Spezialisten in der Karl-Hansen-Klinik um dieses wichtige Thema.

Beim Lungenemphysem, auch als Emphysem bezeichnet, handelt es sich um eine irreversible Überblähung der Lunge, beziehungsweise der Lungenbläschen (Alveolen). Diese entsteht meist als Folge einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD. Die Folge sind Kurzatmigkeit und Atemnot, was langfristig auch zu einer Herzschwäche führen kann. Das Zwerchfell als Hauptatemmuskel wird durch die massive Überblähung im Brustkorb Richtung Bauchraum gedrückt und dort festgehalten. Es steht für die Atmung kaum noch zur Verfügung. Dies verhindert im Extremfall die Atmung derart, dass die Belastbarkeit aufgehoben ist und der Blutgasaustausch lebensbedrohlich eingeschränkt wird. Die Lebensqualität ist stark eingeschränkt und in fortgeschrittenem Stadium ist die Lebenserwartung verkürzt.

Ursachen

Zigarettenrauchen ist der größte Risikofaktor. Der Konsum von Marihuana erhöht das Risiko an einer COPD ebenfalls stark. Weitere Risikofaktoren sind die Luftverschmutzung, eine berufliche Exposition von Chemikalien oder Staub, Passivrauchen oder häufige Atemwegsinfekte.

Diagnostik

Die Diagnose einer COPD wird bei Patienten mit Atemnot, chronischem Husten, mit oder ohne Auswurf, und Atemwegsobstruktion im Lungenfunktionstest gestellt. Meist entsteht in der Folge ein Lungenemphysem, das im Übersichtsröntgenbild und im Computertomogramm typische Zeichen einer schweren Lungenüberblähung (eines schweren Emphysems).

Therapie

Der sofortige Rauchstopp ist die wichtigste Maßnahme! Medikamentöse Therapie mit sogenannten Bronchodilatatoren, d.h. mit Arzneimitteln zur Erweiterung der Bronchien sowie entzündungshemmende Medikamente (Steroide) sowie die pulmonale Rehabilitation (ein Trainingsprogramm mit dem Ziel einer Verbesserung der Kraft der Atemmuskulatur und damit der allgemeinen Leistungsfähigkeit) können die Symptome reduzieren und den Krankheitsverlauf stabilisieren. Im fortgeschrittenen Stadium hilft Sauerstoff und ggf. eine nichtinvasive Beatmung (NIV) die Atemnot zu vermindern und die Lebenserwartung zu verlängern. In dieser Situation haben sich als Behandlung zwei chirurgische Verfahren etabliert: die Lungenvolumenreduktions-Chirurgie (LVRS) und/oder die Lungentransplantation (LTX). Für die LTX kommen nur sehr wenige Patienten infrage.

Checkliste LVRS

Um zu prüfen, ob Sie für eine chirurgische Lungenvolumenreduktion infrage kommen, benötigen wir folgende Informationen:

1. Besteht bei Ihnen eine COPD Stadium 4 (schwerste Form)

Nein: Sie kommen für das Verfahren (noch) nicht in Frage.
Ja: Bitte füllen sie unseren Fragebogen aus. Diese finden Sie HIER .

2. Drucken Sie den ausgefüllten Fragebogen aus.

Faxen Sie den Fragebogen, wenn möglich, vorab an die 05252 95-4055. Sollte es Ihnen nicht möglich sein, den Fragebogen online zu bearbeiten, kann dies in der Klinik nachgeholt werden.

3. Machen Sie einen Termin in unserer Emphysemambulanz unter 05252 95-4053/-4044 aus und bringen Sie den ausgedruckten Fragebogen mit.

4. Wir benötigen eine Krankenhauseinweisung (keine Überweisung) für die weitere Diagnostik und Therapieplanung.

5. Bringen Sie Wechselwäsche und Waschutensilien mit, da ggf. auch eine stationäre Aufnahme zur weiteren Diagnostik oder Therapie notwendig sein kann. Dies kann erst hier vor Ort entschieden werden.

Kontakt

Karl-Hansen-Klinik Bad Lippspringe
Emphysemambulanz
Tel.: 05252 95-4053/-4044

10Ernst Team bebe

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