Aktuelle Aspekte der Palliativmedizin

Fortbildung der Palliativstation des MZG Bad Lippspringe mit 200 Teilnehmern

Aktuelle Aspekte der Palliativmedizin standen im Blickpunkt einer Fortbildung der Palliativstation Bad Lippspringe des Medizinischen Zentrum für Gesundheit (MZG). Rund 200 Ärzte, Pflegekräfte und ehrenamtlich engagierte Menschen aus dem Bereich der Hospiz-, Alten- und Palliativversorgung kamen dazu im Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) Paderborn zusammen.

Der Ärztliche Direktor des MZG, Dr. med. Jan Hinnerk Stange gab als Vorsitzender des Vereins Pallium e.V. und Leiter des Palliativnetzes zum Einstieg zunächst einige Informationen zu aktuellen Themen der Palliativmedizin. Zwei Vorträge von renommierten Experten standen im Blickpunkt des Abends.

Zum Thema „Resilienz im Team – Kennen wir unsere Gesundheitserreger?“ gabProf. Dr. theol. Christoph Jacobs, kath. Priester und klinischer Psychologe im Erzbistum Paderborn, einen umfangreichen Einblick. Die Arbeitsschwerpunkte seines Lehrstuhls liegen in der Erforschung und der Förderung der Persönlichkeit, der Gesundheit, der Motivation sowie der menschlichen und geistlichen Qualifikationen von Menschen im Dienst der Kirche und der Gesellschaft.

Abschließend hielt Prof. Dr. med. Friedemann Nauck, em. Prof. der Georg-August-Universität Göttingen und Herausgeber der Zeitschrift Palliativmedizin, einen Vortrag zur „Symptombehandlung in der Palliativmedizin – Wir können mehr als nur Sedieren“.Nach einem Besuch im St. Christopher's Hospice in London, der Wiege der modernen Palliativmedizin, engagierte sich Nauck für eine ähnliche Entwicklung in Deutschland. Dazu zählen der Auf- und Ausbau der Palliativversorgung sowie deren Aufnahme in die Regelversorgung, die Implementierung von Palliativmedizin in die studentische Lehre sowie die Aus-, Fort- und Weiterbildung aller in der Palliativmedizin involvierten Berufsgruppen.

Die rege Teilnahme an der Veranstaltung zeigt, dass der Kreis Paderborn in diesem Bereich sehr gut aufgestellt ist. Palliativmedizin ist ein wichtiger Teil der Daseins-Vorsorge. Viele Institutionen der Kommune, des Gesundheitswesens, Caritative und ehrenamtliche Gemeinschaften arbeiten als Netzwerk zusammen.

Bild: v.l. Prof. Dr. theol. Christoph Jacobs, Dr. med. Jan Hinnerk Stange und Prof. Dr. med. Friedemann Nauck