MZG investiert mit EFRE-Mitteln in die Sanierung der Klinik Martinusquelle
Eine umfangreiche energetische Sanierung führt das Medizinische Zentrum für Gesundheit (MZG) in Bad Lippspringe aktuell in der Klinik Martinusquelle durch. Das Projekt, das aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wird, verfolgt eine ehrgeizige Zielsetzung. "Wir wollen die erste Reha-Einrichtung am Standort und in der ganzen Region werden, die ohne CO2-Emissionen betrieben wird. Während der Maßnahme läuft der reguläre Reha-Betrieb weiter, die Therapien für unsere Patientinnen und Patienten finden in der gewohnt ruhigen Atmosphäre statt", betonen die MZG-Geschäftsführer Achim Schäfer und Peer Kraatz.
Die Baumaßnahmen erfolgen abschnittsweise – Therapien, medizinische Versorgung und Aufenthaltsqualität bleiben vollständig erhalten. „Mit der Sanierung investieren wir gezielt in die Zukunft der Klinik Martinusquelle und stellen zugleich sicher, dass unsere Patientinnen und Patienten ihren Aufenthalt ohne Einschränkungen erleben“, betonen Schäfer und Kraatz.
Speziell in der jüngeren Vergangenheit sind die Energiekosten in der Klinik Martinusquelle um ein Vielfaches gestiegen. Das Gebäude, das in den Jahren 1974 und 1975 errichtet wurde, weist insbesondere bei den Dachflächen eine schlechte energetische Bilanz auf. Vor diesem Hintergrund ist eine umfassende energetische Sanierung vor allem der Sporthalle und des Thermal-Schwimmbades notwendig. Das MZG möchte sowohl die Effizienz der Anlagentechnik als auch den Verlust der Wärme über die Gebäudehülle drastisch reduzieren. Das Ziel der Sanierung ist, den Primärenergie-Verbrauch deutlich um mehr als 50 Prozent zu senken.
Die neue Energieversorgung basiert auf dem Zusammenspiel zweier komplementärer Wärmequellen sowie einer Photovoltaikanlage. Die Martinusquelle wird als natürliche Wärmequelle für den Betrieb des Schwimmbeckens eingesetzt; das entstehende Überlaufwasser speist anschließend die Wärmepumpe und wird effizient in den thermischen Kreislauf des Gebäudes integriert.
Den größten Innovationsschub liefert perspektivisch die Nutzung der Abwärme eines entstehenden neuen Rechenzentrumsclusters. Die Kombination aus lokaler Geothermie und industrieller Abwärme ermöglicht eine besonders effiziente und zukunftsorientierte Wärmeversorgung und besitzt in Nordrhein-Westfalen bislang Modellcharakter.
"Mit diesem Projekt übernehmen wir eine Vorbildfunktion für die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude mit einem speziellen Fokus auf Innovationskraft und nachhaltige Energieversorgung. Die Sanierung der Klinik Martinusquelle ist ein wesentlicher Baustein im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie", erläutern Schäfer und Kraatz.

