Palliativstation

Fachliche Vorstellung

Ihre Betreuung ist bei uns in guten Händen.  Palliativmedizin bezeichnet einen Bereich innerhalb der Medizin, in dem Patienten an einer chronischen, nicht mehr heilbaren Krankheit leiden, an deren Folgen sie in einer absehbaren Zeit versterben werden. Das können Tumorleiden, aber auch chronische Herz-, Lungen-, Nerven- oder Nierenerkrankungen sein. Ziel und Hauptaufgabe der Palliativmedizin ist die bestmögliche Behandlung körperlicher, geistiger und seelischer Missempfindungen, also die Therapie internistischer, neuropsychiatrischer Symptome sowie von Schmerzen. Palliativmedizin ist interdisziplinär und multiprofessionell und berücksichtigt immer die psychosozialen Rahmenbedingungen des Patienten und integriert, wenn gewünscht, die spirituelle Begleitung. In regelmäßigen Teambesprechungen werden die Behandlungsziele oft in kurzen Abständen für einen Patienten neu definiert und der Wunsch und Wille des Patienten und seiner Angehörigen über alles gestellt. Voraussetzung dieses zu ermitteln ist eine behutsame und von Empathie getragene, aber auch professionelle Kommunikationsfähigkeit, die die Mitarbeiter der Palliativstation gelernt haben. Die Mitarbeiter der Palliativstation haben alle Zusatzkurse und Lehrgänge besucht, um sie für diesen Aufgabenbereich besonders zu qualifizieren.

Wir haben jahrelange Erfahrung. Mit der Behandlung von ca. 300 Patienten pro Jahr über mehr als 15 Jahre und einer durchschnittlichen Liegedauer von elf Tagen besitzen wir große Erfahrung. Vorrangig versorgen wir die Kreise Paderborn und Höxter. Seit vielen Jahren bilden die leitenden Mitarbeiter der Station Ärzte aus ganz Deutschland im Fach Palliativmedizin aus, führen wissenschaftliche Untersuchungen durch und setzen Maßstäbe in der palliativmedizinischen Versorgung.

Behandlungsspektrum

Diagnostik

Symptome, das heißt subjektiv wahrgenommene Missempfindungen können von außen messtechnisch nicht erfasst werden. Aus diesem Grund sind in der Palliativmedizin neben Lebensqualitäts- und Symptomerfassungstechniken und genaue Befragungen der Patienten und Angehörigen die Basis für das Therapiekonzept in der Palliativmedizin. Sollten dennoch diagnostische Prozeduren anstehen, kommen wir zu Ihnen: Bei der Auswahl der Untersuchungen wird darauf geachtet, Sie nicht unnötig zu belasten. Hierbei stehen nicht-invasive Verfahren im Vordergrund. Auf der Palliativstation wird die Diagnostik überwiegend direkt am Patientenbett durchgeführt. Dazu gehören unter anderem

  • EKG
  • Ultraschall (mit Punktionsmöglichkeit)
  • Labor- und Blutgasanalyse
  • Lungenfunktionstest
  • mehrdimensionale Symptomerfassung nach validierten Verfahren.

Darüber hinaus stehen uns die gesamten diagnostischen Möglichkeiten der Karl-Hansen-Klinik zur Verfügung. Ergänzt wird dies durch eine enge Zusammenarbeit mit den Bad Lippspringer und Paderborner Kliniken.

Ihre Aufnahme

Aufnahmekriterien für die Palliativstation

  • Vorliegen einer fortgeschrittenen Krebserkrankung, die nicht heilbar ist
  • Krankenhaus-Behandlungsbedürftigkeit, d. h. Vorliegen von schweren körperlichen oder psychosozialen Beschwerden, welche ambulant nicht zu beherrschen sind. Die Patienten sind über ihren Zustand informiert und mit der Aufnahme einverstanden
  • Die stationäre Aufnahme erfolgt nach telefonischer Anmeldung
  • Eine vorherige Kontaktaufnahme mit dem behandelnden Arzt ist ausdrücklich erwünscht

Der Patient benötigt eine "Einweisung zur stationären Behandlung" vom Haus- oder Facharzt oder die Überweisung durch ein anderes Krankenhaus (Verlegungsbericht).Die Kosten der stationären Behandlung werden durch die Krankenkassen übernommen.

Anfahrt & Kontakt

Karl-Hansen-Klinik

Antoniusstraße 19

33175 Bad Lippspringe